Über Mich

Sofia Stika-Fischer, Kunstmalerin mit Atelier in Kleve


Dass ich heute mein eigenes Atelier in Kleve führe, ist eine Verkettung sehr vieler glücklicher Zufälle. Ich wurde 1960 in Kasachstan geboren und habe schon immer gerne gemalt. Bereits als Kind fand meine Mutter mich eigentlich immer irgendwo mit Stift, Pinsel und Papier bewaffnet am Rande des Geschehens sitzend, wo ich gerade dabei war, meine Umgebung abzumalen. Dass die Malerei eines Tages allerdings mein Beruf werden würde, habe ich eigentlich nie gedacht - ich wollte zunächst einen bodenständigen Beruf erlernen und Friseurin werden. Doch dann kam der erste glückliche Zufall.

 

1975 - Beginn der Ausbildung

Ich wollte mich für eine Stelle als Friseurin in der kasachischen Hauptstadt bewerben und flog spontan hin. Leider war ich schon zu spät dran für die Bewerbung und saß deshalb niedergeschlagen im Flieger, der mich zurück nach Hause brachte. Doch dann kam ich mit der Frau ins Gespräch, die neben mir saß. Sie sagte mir, ich sollte mich doch für eine Ausbildung zur Kunstmalerin bei einem Freund von ihr bewerben. 

 

Bis 1982 - Ausbildung und Studium

So kam es, dass ich mich bewarb und sofort als Auszubildende angenommen wurde. Nach drei Jahren schloss ich meine Ausbildung zur Kunstmalerin erfolgreich ab - doch das reichte mir nicht. Deshalb  fügte ich meiner Ausbildung noch ein Kunststudium an der Universität der Künste im russischen St. Petersburg hinzu. Eigentlich stand meiner Karriere als Malerin dann nichts mehr im Wege. Doch meistens kommt es ja doch anders, als man denkt. Erst einmal startete ich keine Karriere als Künstlerin, denn ich bekam Kinder und dann zog ich auch noch mit meiner Familie nach Deutschland.

 

1990 - Rückkehr der Familie nach Deutschland

Meine Kinder waren klein und ich musste irgendwie eine Möglichkeit finden, Geld zu verdienen. Das schien mir zu dem Zeitpunkt als Malerin nicht möglich. Also bewarb ich mich auf eine Stellenanzeige als Putzfrau, die ich in der Zeitung fand. Das war der zweite glückliche Zufall - denn es war eine Galerie, in der eine Putzfrau gesucht wurde. Nachdem dem Inhaber der Galerie klar wurde, dass ich ausgebildete Kunstmalerin war, stellte er mich vom Fleck weg als Kunstmalerin für die Galerie an. Das war einer der schönsten Momente meines Lebens und ich habe 25 Jahre lang gerne in dieser Galerie gearbeitet. 

 

2016 - Das eigene Atelier

Nun ist der Inhaber der Galerie in Rente gegangen - und das führte zum glücklichen Zufall Nummer drei. Denn so kam ich zu meinem Atelier. Als mein Chef in Rente ging, überlegte ich, wie es nun weitergehen würde. Ich war gerade erst in eine Wohnung auf der Emmericher Straße gezogen und als wäre es ein Zeichen, wurde zu dieser Zeit das Ladenlokal auf der Emmericher Straße 231 frei. Mir war sofort klar: Jetzt ist es soweit - ich eröffne meine eigene Galerie! Seit November 2016 bin ich nun mit meinem eigenen Atelier vertreten und ich freue mich auf alles, was die Zukunft bringt.